Montenegro ist offiziell Vertragspartei des Zusatzprotokolls zum CMR-Übereinkommen über den elektronischen Frachtbrief (eCMR) geworden und hat am 6. Juli 2026 seine Beitrittsurkunde bei den Vereinten Nationen hinterlegt.
Das eCMR-Protokoll, das 2008 in Genf verabschiedet wurde und seit 2011 in Kraft ist, verleiht dem elektronischen Frachtbrief die gleiche Rechtswirksamkeit wie dem traditionellen CMR-Papierdokument, das gemäß dem UN-Übereinkommen von 1956 über den Vertrag über den internationalen Güterkraftverkehr (CMR) verwendet wird. Für Spediteure, Verlader und Logistikdienstleister, die in und über Montenegro tätig sind, bedeutet dies, dass elektronische Frachtbriefe nun auf Fahrten in das und aus dem Land verwendet und rechtlich anerkannt werden können, wodurch eine weitere Papierpflicht im grenzüberschreitenden Straßengüterverkehr entfällt.

Was dies in der Praxis bedeutet
Bislang musste bei jeder Sendung, die durch ein Land führte, das das Protokoll nicht ratifiziert hatte, ein CMR-Papierdokument mitgeführt werden – unabhängig davon, ob die anderen an der Fahrt beteiligten Länder ihre Dokumentation bereits digitalisiert hatten. Der Beitritt Montenegros beseitigt diese Hürde auf Routen, die sein Hoheitsgebiet berühren, und bringt das Land auf eine Linie mit der wachsenden Zahl europäischer Staaten, die das Protokoll angenommen haben.
Für Logistikunternehmen, die auf den Korridoren im Balkan und in Südosteuropa tätig sind, bedeutet dies eine praktische und unmittelbare Verbesserung: weniger gedruckte Dokumente, schnellere Abfertigung an den Grenzen und bei den Behörden sowie ein reibungsloserer Datenaustausch zwischen den digitalen Plattformen entlang der gesamten Lieferkette.
Teil eines umfassenderen digitalen Wandels
Montenegros Schritt erfolgt vor dem Hintergrund, dass der gesamte europäische Verkehrssektor seinen Wandel hin zu papierlosen Frachtdokumenten fortsetzt. Die EU-Verordnung über elektronische Frachttransportinformationen (eFTI) wird die nationalen Behörden in der gesamten EU verpflichten, ab Juli 2027 elektronische Frachtdokumente über zertifizierte Plattformen zu akzeptieren, und Branchenanalysten erwarten, dass das Jahr 2026 einen Wendepunkt für die großflächige Einführung des eCMR darstellen wird.
Jeder neue Beitritt verstärkt den Netzwerkeffekt digitaler Frachtbriefe: Je mehr Länder auf der Liste stehen, desto weniger Ausnahmen in Papierform müssen Spediteure bei ihrer Planung berücksichtigen, und desto näher rückt die Branche einem vollständig digitalen, grenzüberschreitend interoperablen Standard für Frachtdokumente.
Die Rolle von TransFollow
Als globale Plattform für den elektronischen Frachtbrief ermöglicht TransFollow Verladern, Spediteuren und Empfängern den digitalen Austausch, die digitale Unterzeichnung und die Verwaltung von eCMRs und verbindet so alle Beteiligten in der Lieferkette in Echtzeit. Wir begrüßen den Beitritt Montenegros als gute Nachricht für alle, die an der Modernisierung der Frachtdokumentation im Straßengüterverkehr in der Region arbeiten, und sind bereit, Spediteure und Verlader zu unterstützen, die auf den Strecken mit Montenegro-Anbindung auf digitale Frachtbriefe umsteigen möchten.
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